Matthias Schneckenburger (1804-1848)

 

Am 18. Januar 1804 wird Schneckenburger, der ältere Bruder von Max Schneckenburger ("Die Wacht am Rhein"), in dem lutherisch geprägten Talheim/Württemberg geboren. Beeinflusst durch seinen Großvater entscheidet er sich bereits in jungen Jahren für das Studium der Theologie. So studiert er in Tübingen, unter anderem bei Ferdinand Christian Baur, und für ein Semester in Berlin (1826/27), bei D. F. Ernst Schleiermacher und G. W. Friedrich Hegel, Evangelische Theologie. Nach seinem Studium wird Schneckenburger Repetent am Tübinger Stift. Einer seiner Schüler ist David Friedrich Strauß, welchem er die Rechtsphilosophie Hegels nahe bringt. Nach seinem daran anschließenden Vikariat in Tuttlingen und Herrenberg wird der "tiefe Kenner der protestantischen Glaubensweise", wie ihn später Eduard Güder in der Einleitung der "Vergleichenden Darstellung des lutherischen und reformirten Lehrbegriffs" rühmt, an die 1834 neu gegründete Akademie in Bern als Professor für Systematische Theologie und Kirchengeschichte (1834-1848) berufen.

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Ethik an der Universität Göttingen